PS Personal & Vermittlung GmbH

Aktuelles & News

13.09.2021

"Nachjustieren" der Entgeltzahlen angekündigt

Die jetzt veröffentlichte RWI-Studie zu Lohnlücken in der Zeitarbeit stand im Fokus einer Diskussionsrunde beim iGZ-Landeskongress NRW „PERSONAL.PRAXIS.WEST.HYBRID.“ in Dortmund. Dr. Christian Rulff, RWI-Institut, Holger Meinken, fachlicher Leiter Statistik der Bundesagentur für Arbeit, und Holger Schäfer, Institut der deutschen Wirtschaft (IW), sprachen – moderiert von Dr. Benjamin Teutmeyer, stellvertretender iGZ-Fachbereichsleiter Politische Grundsatzfragen – über die Studie.

Rulff erklärte zunächst, die Daten basieren auf der Vergleichsmethode des statistischen Zwillings. Es werde jemand gesucht, der weitgehend gleiche Charakteristika aufweise, wie jemand, der 1:1 die gleichen Daten habe, aber nicht in Zeitarbeit beschäftigt sei. Das sei eine mathematische Simulation und stelle ein verlässliches Konzept der wissenschaftlichen Arbeit dar.

Nicht vergleichbar

„Die Diskussion erinnert sehr stark an die um den Gender Pay Gap“, ergänzte Holger Schäfer. Bei Frauen seien früher unterschiedliche Tätigkeiten im Vergleich zu Männern nicht berücksichtigt worden. „Wir haben nun Verfahrensweisen entwickelt, die die Unterschiede einebnen. Viele haben mittlerweile auch verstanden, dass es ein Lohnunterschied zwischen zwei Dingen ist, die man nicht vergleichen kann“, stellte er fest. Bei Zeitarbeitslöhnen sei das auch so. Untersuchungsmethoden spielen laut Schäfer nicht die wesentliche Rolle. Entscheidend sei vielmehr die Frage, dem Grundgedanken zu folgen und den Vergleich zwischen Zeitarbeitnehmern und Nicht-Zeitarbeitnehmern zuzulassen.

Positiver Befund

„Die Ergebnisse des RWI liegen sehr nahe an unseren Erkenntnissen. Unsere Daten spiegeln die unbereinigte Lohndifferenz von 44 Prozent wider“, erläuterte Meinken die BA-Erkenntnisse. Aber mit einem Verfahren á la statistische Zwillinge reduziere sich der Unterschied auf 17 Prozent. Das sei erst einmal ein grundsätzlich positiver Befund. „Jede gesellschaftliche oder wirtschaftliche Interessengruppe orientiert sich an den Zahlen, die besser ins Konzept passen“, relativierte er, betonte aber: „In der Zeitarbeit kann die bereinigte Differenz nicht ignoriert werden. Wir werden uns diesen Abschnitt zum Entgelt noch einmal anschauen, um nachzujustieren“, kündigte Meinken an.

Arbeitszeiten betrachten

Schäfer unterstrich, es mache eigentlich keinen Sinn, die Lohnlücken auszuweisen. Das beinhalte eben keine Aussage zur Tätigkeit in der Zeitarbeit. Etwas Kausales zur Entlohnung in der Zeitarbeitsbranche werde damit nicht ausgesagt. Entscheidendes Manko der bisherigen Untersuchungen sei, dass keine Arbeitszeiten betrachtet werden. „Es wird immer nur von Vollzeitbeschäftigung ausgegangen, und wir müssen auf den Stunden- und nicht auf den Monatslohn schauen“, forderte er.

Nur Ist-Zustand

Der Ausweis einfacher Lohnlücken sei auch nur eine Beschreibung des Ist-Zustandes, erklärte Rulff ergänzend. Strukturelles werde dabei außer Acht gelassen und beinhalte keine kausale Interpretation. Der Vergleich an sich habe wenig Informationsgehalt, weil völlig unterschiedliche wirtschaftliche Gruppen betrachtet werden. Rulff: „Allein schon deshalb sollte der bereinigte Lohnvergleich immer mit angegeben werden.“

Quelle IGZ

10.09.2021

Zeitarbeitsspielräume bei Koalitionsverhandlungen

Langsam aber sicher geht der Bundestagswahlkampf in die heiße Phase. Dabei stellt sich auch die Frage nach der Positionierung der Parteien zur Zeitarbeitsbrance - „Persone Solutions“ griff das Thema jetzt im „Zeitarbeitscoach Podcast“ auf, um die Sicht des Interessenverbandes Deutscher Zeitarbeitsunternehmen (iGZ) darauf zu hinterfragen. iGZ-Hauptgeschäftsführer Werner Stolz unterhielt sich mit Daniel Müller (Liebe Zeitarbeit), Kristina Pauncheva (arbeitsblog für personaldienstleister) sowie Patrick Greiner vom Zeitarbeitscoach Podcast und brachte Licht ins Zeitarbeitsdunkel.

Im aktuellen Wahlkampf, so Stolz, lasse sich feststellen, dass die heiße Phase immer kürzer werde. Früher habe es wesentlich längere Diskussionsphasen gegeben, und das habe sich beim Wechsel von der analogen in die digitale Welt sehr geändert. Banale Dinge gerieten dabei oft in den Vordergrund: „Alle regen sich über ein Lachen im Hintergrund eines öffentlichen Auftritts auf, anstatt wirklich wichtige Themen zu diskutieren“, sagte er im Podcast.

Starke Personenorientierung

16 Jahre Angela Merkel mit großen Krisen habe Gefühl in der Gesellschaft erzeugt, dass sie alle Hürden mit einer gewissen Souveränität gemeistert habe. Stolz: „Das Gefühl ist jetzt erstmal weg, und alles sortiert sich neu, weil sie nicht mehr antritt.“ Laut Forsa-Umfrage liege die SPD aktuell vor der CDU – auch das sei ein Signal, dass es eine sehr starke Personenorientierung gebe.

Wechselspiele

„Es ist auch damit zu rechnen, dass mit diesem Blick auf politischen Persönlichkeiten taktisch gewählt wird. Man wird auf jeden Fall einen Wechsel in der Koalition haben. Es werden Dreier-Optionen notwendig sein. Das macht das politische Geschäft nicht einfacher“, fasste der iGZ-Hauptgeschäftsführer seine Erwartungen zusammen. Wahlkampf sei zudem gute Gelegenheit mit den Parteivertretern vor Ort ins Gespräch zu kommen, verwies er auf die Möglichkeiten, die Zeitarbeit schon vor der eigenen Haustür ins richtige Licht zu rücken.

Positionen gehalten

Bei den Themen – AÜG-Reform, Überlassungshöchstdauer, sektorale Verbote, Schriftformerfordernis, Beschäftigung Drittstaatler, Kurzarbeitergeld, Tarif vor Gesetz – seien die Parteien in ihren bisherigen Positionierungen verharrt. Zentral sei nach der Wahl die Frage, ob da für die Zeitarbeit Spielraum in den Koalitionsverhandlungen existiere. Wichtig sei, was zwischen den Zeilen stehe. Oftmals, so Stolz, dringe von laufenden Verhandlungen nichts in die Öffentlichkleit. „Vieles läuft im vertraulichen Gespräch hinter den Kulissen“, verriet der Experte. Verhandlungen seien häufig sehr sensibel – umso erfreulicher sei es dann, ein Ergebnis zu haben, wenn sich die Erfolge einstellen und Resultat für beide Seiten zufriedenstellend sei.

Sektorale Verbote

Einigkeit herrsche vorab etwa bei den großen Parteien über ein striktes Nein zur Öffnung des Bauhauptgewerbes für die Zeitarbeit, annte er ein Beispiel. Die Rahmenbedingungen, erinnerte Stolz, seien heute jedoch ganz anders als beim gesetzlichen Verbot der Zeitarbeit vor fast 50 Jahren. Ein sektorales Verbot sei heutzutage völlig widersinnig. „Das Fleischverbot wurde mit gabz heißer Nadel gestrickt. Ich bin mir sicher, das wird kippen“, betonte Stolz miot Blick auf die Verfassungsbeschwerde mehrerer Zeitarbeitsunternehmen gegen das gesetzliche Verbot.

Branchenmodell

Zeitarbeit müsse eine Wirtschaftsbranche wie alle anderen auch und Sozialpartnerschaft dürfe kein Fremdwort sein. „Wir sind sehr gut in der Lage, den Leuten eine Chance zur Vermittlung auf den Arbeitsmarkt zu bieten. Das deutsche Modell ist ein eigenständiges Branchenmodell“, erläuterte der iGZ-Hauptgeschäftsführer die Charakteristik der Zeitarbeit. Sozialpartner haben sich, so Stolz, über die Tarifverträge längst mit der Zeitarbeit arrangiert. Er sei optimistisch, am Ende in günstiges Fahrwasser zu kommen:

Falsch berechnete Lohnunterschiede

Die viel zitierten Lohnunterschiede seien mitverantwortlich für das schlechte Image der Branche. „Hier werden Äpfel mit Birnen verglichen“, erklärte Stolz in Richtung Bundesagentur für Arbeit. Die jüngst veröffentlichte RWI-Studie spiegele erstmals ein realistische Bild wider, nach dem mitnichten eine Differenz von 46 Prozent existiere. In diesem Zusammenhang verwies er auf Wirtschaftsbranchen, in denen das Lohngefüge niedriger liege als in der Zeitarbeit. „Zeitarbeit muss selbst entscheiden können, wo sie hinwill und wie sie noch besser werden kann“, fasste er die Vision für die Branche zusammen.

Quelle IGZ

26.08.2021

Wertschätzung durch Wording Zeitarbeit

Leiharbeit oder Zeitarbeit? Allein durch die Wortwahl kann Wertschätzung ausgedrückt werden - oder auch nicht. Die Sprache beeinflusst unsere Denkweise über Sachverhalte. Wir assoziieren bestimmte Bilder und es werden dadurch Emotionen ausgelöst. Dieses „Framing“ kann zum Beispiel beeinflussen, mit welchen Eigenschaften wir Personengruppen verbinden - wie Leiharbeitnehmer. iGZ-Hauptgeschäftsführer Werner Stolz schreibt im neuesten Blogbeitrag über das sich hartnäckig haltende politische Framing in der Zeitarbeitsbranche.

Die Begriffe „Leiharbeitnehmer“, „Verleiher“, „Entleiher“ werden zur Titulierung der Beteiligten im Dreiecksverhältnis genutzt. Im Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG) werden diese Begriffe seit 1972 verwendet. Seitdem ist der Terminus „Leiharbeit“ im gesetzlichen Sprachgebrauch verankert und hat sich auch mit den letzten ÄUG-Reformen trotz aller iGZ-Interventionen nicht geändert, weil bislang keine Bundestagsfraktion die zahlreichen Initiativen konstruktiv aufgegriffen hat. Mitarbeiter in der Zeitarbeitsbranche zu Leihobjekten zu degradieren, zeugt nicht von Wertschätzung. Aber vielleicht wird in der neuen Legislaturperiode alles anders? - fragt sich Werner Stolz.

Quelle IGZ

13.08.2021

Der iGZ-Kandidaten-Check

Am 26. September haben alle als Wähler die Qual der Wahl: Wer soll auf Bundeskanzlerin Angela Merkel folgen? Die vier Kanzler-Kandidaten der großen Volksparteien Bündnis 90 / Die Grünen, CDU /CSU, FDP und SPD werden hier kurz vorgestellt – auch, wie sie zur Zeitarbeit stehen.

Der nächste Bundestag könnte schon ganz anders aussehen. Ausschlaggebend könnten die Kanzlerkandidaten der Parteien seien.

Olaf Scholz

„Scholzomat“ kann im politischen Geschäft nicht als liebevoller Kosename verstanden werden. 2003 bekam Olaf Scholz den Titel, da er Textbausteine auf Knopfdruck wiedergab – und zwar erkennbar. Dem Hamburger fällt es schwer, eine mitreißende politische Story zu erzählen, hinter der sich Massen versammeln können. Zwar sind Äußerungen aus seiner Juso-Zeit bekannt, die der Jobbeschreibung eines Jungsozialisten entsprechen: Die „kapitalistische Ökonomie“ wollte er „überwinden“ und die Bundesrepublik kritisierte er als „europäische Hochburg des Großkapitals“. Seiner Natur entsprach aber eher seine nachfolgende, grundsolide Existenz als langjähriger Anwalt und als Politiker, der die Tour durch die Parteiinstanzen ohne größere
Auffälligkeiten durchlief.

Das Rampenlicht erreichte ihn 2002, von Gerhard Schröder zum Generalsekretär ernannt. Schon damals verkündete dieser, Scholz „habe das Zeug zum Kanzler“. Ausgerechnet in der Hochzeit der Agenda 2010 bekam der Hamburger die Aufgabe, „die Sachentscheidungen der vergangenen Jahre (zu) ideologisieren“, wie er es selbst formulierte. Es gab wohl nichts, das ihm weniger gelegen hätte. Seine Wiederwahl mit nur 52,6 Prozent war die Quittung. Nach dem Rücktritt Gerhard Schröders als SPD-Vorsitzender 2004 verschwand Scholz wieder von der prominenten Bühne. Überwintert wurde fleißig und sachkundig in der zweiten Reihe in Bundestagsfraktion und Parteivorstand sowie kurzzeitig als Innensenator Hamburgs. Bundeskanzlerin Merkel, die als Synonym für Kompromisse hinter den Kulissen gelten kann und deren Sache visionäre Rhetorik auch nicht ist, wird es begrüßt haben, als die SPD Olaf Scholz 2007 für das sozialdemokratische Schlüsselressort Arbeit und Soziales im Bund auserkor.

Hiernach, von 2011 bis 2018, die Regierung des kleinen Stadtstaats Hamburg zu führen, entsprach Scholz wohl sehr. Dennoch zog es ihn 2018 zurück nach Berlin in das mächtige Amt des Bundesfinanzministers – und zur erfolglosen Kandidatur um den SPD-Vorsitz. Solide im Hintergrund – so war Olaf Scholz bisher erfolgreich und so wurde er Kanzlerkandidat. Grundsätzlich dem moderaten SPD-Lager zugehörig, war sein arbeitsmarktpolitisches Wirken von der Finanz- und Wirtschaftskrise geprägt. Staatliche Hilfen in schwierigen Zeiten waren ihm bereits vor Corona vertraut. Die Schröder-Reformen hat er detailorientiert und nüchtern verteidigt. Kürzlich sprach er kritisch von „Leasingkräften“, „also einer Art Leiharbeit“ in der Pflege. Als Aktenwurm sollte er mehr Detailwissen vortragen. BT

Armin Laschet

„Wir müssen uns nicht nur hinterher in die Augen schauen, sondern gemeinsam kämpfen.“ Markus Söder hat verloren. Armin Laschet ist Kanzlerkandidat der Union. Geht es nach ihm, wird er im September Chef der Bundesregierung, wie er vorher Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen und CDU-Parteivorsitzender geworden ist. Einfach stehenbleiben, wenn es hart wird.
„Seine große Stärke sind die vielen Ideen, die er tagtäglich hat, doch mangelt es ihm gelegentlich an Durchsetzung“, heißt es in seinem Horoskop. Ein Beispiel gibt der Spitzenkandidat gleich mit dem Brücken-Lockdown, schnell in die TV-Kamera geworfen, doch von der Kanzlerin gestoppt. Typisch für den Wassermann Geborenen, doch er steht auch für Offenheit. „Transparenz“ möchte der 60-Jährige, „Lebendigkeit in der Demokratie“, den „Dialog“. „Das Leben der Menschen konkret verbessern!“ – „Nicht nur reden, sondern zuhören – entscheiden und handeln.“ Dies seien die drei Leitlinien, die ihn prägen, sagt der Ex-Jurastudent, der von seiner Geburt bis heute in Aachen lebt, sein braunes Reihenhaus nicht tauschen möchte und Bodenständigkeit als Image verkauft.

„Die Zukunft der Menschen gestalten“ will der ehemalige Integrations- und Familienminister von NRW. Seine Erfahrungen in diesen zentralen Fragen könnten helfen. Denn die Nach-Pandemiezeiten werden die alten Fragen wieder auf die Tagesordnung setzen: Fachkräftemangel, Integration der Migranten, Frauenförderung und das Klima. Hier hält sich Laschet als Ministerpräsent des größten Bundeslandes mit Kohlebau-Problemen bisher im Hintergrund. Oder wenn es um Skandale geht: Als beim Fleischverarbeiter Tönnies Corona ausbrach, deckte der breite Rücken seines Arbeits- und Gesundheitsministers Karl-Josef Laumann den Chef. Armin Laschet ist auf seine Art ein „politisches Phänomen“. Die meisten Politiker hätten ihre Ambitionen bereits begraben, erst musste er Friedrich Merz beim Kampf um die CDU-Spitze aus dem Weg räumen, dann Söder. Bei seinem Coup, den ambitionierten Bundesgesundheitsminister Jens Spahn zum Verzicht zu bewegen, zeigte er seinen Machtinstinkt. Laschet ließ den bayerischen Ministerpräsidenten Söder auf das Berliner Spielfeld laufen, der riss den Ball an sich. Doch Laschet verzögerte das Spiel, ließ immer wieder quer spielen, bis der Bayer endlich wieder an die CDU abgab. Dass Laschet Friedrich Merz jetzt in sein Team holt, wieder ein Pass in die Tiefe, diesmal der CDU, denn nur gemeinsam können die Unionisten das Spiel noch gewinnen. Abpfiff ist am 26. September um 18 Uhr. AR

Annalena Baerbock

„Ja, ich war noch nie Kanzlerin, auch noch nie Ministerin.“ Aber die Politik lebe vom Wechsel. „Ich trete an für Erneuerung, für den Status quo stehen andere.“ Annalena Baerbock ist selbstbewusst. Negatives kann die erste Kanzlerkandidatin von BÜNDNIS 90 /DIE GRÜNEN ausblenden und punktet damit: „Sie hat vermutlich dieselbe Qualität wie Angela Merkel, immer unterschätzt worden zu sein“, schreibt die französische Tageszeitung „Liberation“.

Die Brandenburgerin hält auch nach der historischen Kandidatenkür mit – oder gegen – Robert Habeck, den charismatischen, regierungserfahrenen Nordländer, an ihrem Leitspruch fest: Ehrlichkeit, Transparenz und Toleranz. Erst 2005 steigt Baerbock bei den Grünen ein, parallel zum Masterstudium an der renommierten Londoner „School of Economics“. 2013 geht es in
den Bundestag, seit 2018 ist die Mutter zweier Töchter Parteichefin – neben Habeck, ehemals Umweltminister in Schleswig-Holstein. Jetzt soll die 40-Jährige Bundeskanzlerin werden. Bis zu 28 Prozent erringen die Grünen in Umfragen, da kann es auch einer erfahrenen Trampolinspringerin schwindelig werden. Nur wer das Vertrauen der Bürger genießt, wird gewählt. Nur wer sich auf seine Minister verlassen kann, bleibt Regierungschef.

An elf Landesregierungen sind die Grünen beteiligt, die CDU/CSU bringt es nur auf acht. Kaum eine Machtoption geht ohne die Klimaverfechter, die es vom linken Rand in die bürgerliche Mitte geschafft haben. Vorbei die Zeit als Farbbeutel in Delegiertenversammlungen auf Vordenker wie Joschka Fischer flogen, heute werden linke Krawalle wie am 1. Mai scharf kritisiert. „Barrikaden anzuzünden und gewaltsam auf Polizistinnen und Polizisten loszugehen, ist kriminell und in keinster Weise akzeptabel“, kommentierte Baerbock. Noch setzen die Grünen nicht überall derartige Ausrufezeichen. Das Wahlprogramm kommt unkonkret daher, eine Lernerfahrung aus dem Wahlkampf 2017, wo die Grünen vorher alles durchgerechnet hatten und jede Zahl zerpflückt wurde. „Deutschland. Alles ist drin“ heißt trotzdem der Titel. Und er ist variabel. Als das Bundesverfassungsgericht den Berliner Mietendeckel kippte, rutschte die Forderung gleich auf die Liste der Grünen. Angst, dass unpopuläre Forderungen wie „Fünf Mark für den Liter Benzin“ oder der „VeggieDay“ den Marsch an die Regierungsspitze noch aufhalten kann, weisen die Wahlkampfstrategen von sich. Im Arbeitsmarktprogramm zeigt sich vieles identisch mit der SPD: 12 Euro Mindestlohn, Ende der Befristungen, Eindämmung der Werkverträge und Equal Pay plus Flexizulage für Zeitarbeitnehmer. Dieser Punkt wird bei Koalitionsverhandlungen von Annalena Baerbock zu Grün-Rot-Rot sehr kurz werden. AR

Christian Lindner

Wer in den 2000er Jahren Politikwissenschaft in Bonn studiert hat, konnte im Hörsaal auf Christian Lindner treffen. Um den späteren FDP-Vorsitzenden zu verstehen, dürften neben Porsche und Start-Up andere Schlaglichter aus dieser Zeit bedeutender sein. In einem Sammelband über Föderalismustheorien schrieb er seinerzeit: „Frühere Phasen der Staatenbildung lassen
„institutionelle Sedimente“ zurück, die eine von den Ausgangsbedingungen unabhängige, selbstreproduktive Stabilität gewinnen und eo ipso nur Strukturvariationen erlauben.“ Die theoretisch fundierte Vogelperspektive entspricht seinem Grundwesen und begleitete seinen rasanten politischen Aufstieg (2004: Landesgeneralsekretär NRW, 2009: Bundesgeneralsekretär, 2012: Landesvorsitzender NRW, 2013: Bundesvorsitzender, 2017: Fraktionsvorsitzender im Bundestag). Der 42-Jährige kennt den Teich, in dem er schwimmt und spricht mitunter mehr über den Teich als über dessen kleine Fische. Deren Belange kümmern ihn, Faszination lösen sie jedoch erst über ihre Interaktion mit dem Teich aus. Stets in Führungspositionen waren die großen Linien seine Materie, weniger die Detailregelungen.

Zufälle und ein taktisch kluger Rücktritt als Generalsekretär ließen ihn stets als Retter und nicht als Machtdrängler auftreten. 2012 führte der gebürtige Wermelskirchener seine Partei in NRW gegen einen Krisentrend mit starkem Ergebnis in den Landtag und 2017 gelang ihm als Bundesvorsitzender der Wiedereinzug in den Bundestag. Die ersten „Jamaika“-Koalitionsverhandlungen der Bundesgeschichte endeten sodann mit dem Satz: „Es ist besser nicht zu regieren, als falsch zu regieren.“ Hier stehen Christian Lindner und die FDP (beide darum kämpfend, nicht als identisch wahrgenommen zu werden) nun: Die FDP wurde aus der Versenkung geholt, theoretisch wieder grundiert, aber von der Bundesregierung ferngehalten. Lindner wird gegebenenfalls zeigen müssen, wie er und seine FDP in Regierungsverantwortung agieren. Die Arbeitsmarktpolitik hat Lindner mitunter in seine großen liberalen Linien integriert: Marx´ großer Fehler sei es gewesen, Arbeit nur als Mittel zum Broterwerb zu betrachten, vielmehr könne der Mensch durch sie auch zur Persönlichkeit reifen. Freiraum, Bildungsmöglichkeiten und Respekt vor jeder Leistung verkündet er als Grundprinzipien. Zeitarbeit, äußerte er einmal, sei „vor allem ein wichtiges Instrument zur Arbeitsmarktintegration. […] Insbesondere für geringer qualifizierte Bewerber ist dies eine große Chance.“ Richtig, aber noch lange nicht alles – es könnte größer gedacht werden.

Quelle IGZ

31.10.2018

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